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20. November 2012: "Willkommenskultur in Deutschland - Gibt es Heimat auch in der Mehrzahl?"

Wie funktioniert das Zusammenleben in einer Gesellschaft, in der sich eine Mehrzahl von Identitäten überlagern, vermischen und miteinander konkurrieren? Welche Diskriminierungen werden im Alltag von Migrant_innen erfahren? Und schließlich: Brauchen wir eine neue Willkommenskultur in Deutschland? Über diese Fragen diskutierte Landtagskandidatin Doris Schröder-Köpf mit Ihnen Gästen am Dienstag im "Alten Magazin".

Auf dem Podium saßen neben Frau Schröder-Köpf mit Dr. Naika Foroutan, Tatjana Forner, Dr. Mehmet Daimagüler und Alptekin Kirci vier zentrale Persönlichkeiten der Integrationsdebatte in Niedersachsen und Deutschland.

Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Gästen im Publikum befanden sich unter anderem die Vorsitzenden und Mitglieder zahlreicher Integrations- und Migrationsverbände in Hannover.

Doris Schröder-Köpf verwies dabei auf die großen Herausforderungen, die Niedersachsen in diesem Bereich zu bewältigen hat: Von acht Millionen Einwohnern im Bundesland haben rund 1,4 Millionen eine Einwanderungsgeschichte, 30% aller Kinder im Land haben eine Form von Migrationshintergrund. Deren Chancen auf Teilhabe im Bildungssystem seien dabei besonders schlecht. So verließen lediglich 6,9 dieser Kinder die Schule mit dem Abitur, rund ein Fünftel erhielten hingegen gar keinen Abschluss. Dies sei - nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Niedersachsen - nicht hinzunehmen.

Schröder-Köpf: "Wir brauchen Einwanderung und wir brauchen die Teilhabe derjenigen, die hier länger leben oder gar geboren sind. Wir wollen eine Willkommenskuktur, die diesen Namen auch verdient hat!"

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